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Heinrich Schafmeister

Schauspieler

Heinrich Schafmeister wurde 1957 im Ruhrgebiet geboren, wuchs dort auf und erhielt dort seine wesentliche Prägung. Der Beruf seines Vaters – hoher Richter der Sozialgerichtsbarkeit – wirkte auf den jungen Heinrich eher abschreckend und er nahm sich fest vor, später einmal etwas ganz, ganz anderes zu werden. Die Beatles weckten in ihm die Liebe zur Musik. Er lernte Klavier, Gitarre und gründete seine erste Band. Nach dem er sein Abitur mit mathematisch-naturwissen­schaft­lichem Schwerpunkt bestanden und seinen Zivildienst als Krankenpfleger geleistet hatte, konnte er sich endlich ganz seiner musikalischen Leidenschaft widmen. Ansonsten führte ihn sein „gerader Weg“ durch verschiedene Studien, verschiedene Wohnkommunen, durch verschiedene Jobs. Schließlich tingelte er mit dem Rocktheater KAMIKAZE ORKESTER durch deutsche Lande – der Name war Programm. Das brachte ihn auf die Idee. Er brach alles ab, studierte Schauspiel an der Folkwangschule in Essen und machte dort 1984 seinen Abschluss.

Als Schauspieler ist er seitdem „mitten drin“: Er ist lange Zeit fest am Theater gewesen, gastiert an verschiedenen Häusern oder Festspielen, zieht mit Theatertourneen von Ort zu Ort, synchronisiert, arbeitet für den Hörfunk, liest, dreht fürs Kino, lebt vom Fernsehen, ist in Movies, Reihen und Serien zu sehen, hat große und kleine Rollen, hat Erfolg und Misserfolg, manches ist herausragend – gut oder schlecht.

Sein Kinodebüt gab er 1984 in dem Film „Treffer“ unter der Regie von Dominik Graf. Schafmeister tritt auch oft in Fernsehserien auf, etwa als Didi Denkelmann bei „Die Camper“, als Manfred Höch in „Wilsberg“ oder als Karl Wolkenfuß in „Wie erziehe ich meine Eltern?“. Einem größeren Publikum bekannt wurde Schafmeister durch den Film „Comedian Harmonists“, in dem er den Sänger Erich A. Collin spielte.

Er wurde nominiert, er bekam Preise, er war himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Mit seiner Frau Jutta – sie ist Schauspielagentin – ist er seit Ende der Schauspielschulzeit zusammen. Seit 2005 ist er Mitglied in der Deutschen Filmakademie. Außerdem ist er im Vorstand des BFFS verantwortlich für die Tarifpolitik und – die väterliche Prägung setzte sich schließlich doch durch – für den Sozialversicherungsdschungel.


(© Foto: BFFS)